Eltern-Medienmentoren-Programm
Die Elternbeiräte der vier Gymnasien starten gemeinsam mit Schulsozialarbeit und Fachschaften eine Initiative zur Ausbildung von Eltern als Eltern-Medienmentoren (EMM) an Esslinger Schulen.
Das Thema Smartphone und Nutzung Sozialer Medien durch Schülerinnen und Schüler ist ein Thema für Eltern, das leider immer dann erst in den Fokus rückt, wenn bekannte Phänomene wie Cybermobbing, Cybergrooming, rassistische, frauenfeindliche Beleidigungen in Klassenchats die Runde machen.
Für einen Impulsvortrag haben wir Frau Saskia Nakari (Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und bekannt durch ihren Podcast „School Crime – Wenn das Smartphone zur Waffe wird“) am 04.03.2026 ins KOMMA eingeladen:
Mittwoch, 4. März 2026
19:00 Uhr
KOMMA Esslingen
Maille 5-9
73728 Esslingen am Neckar
Das EMMP (Eltern-Medienmentoren-Programm) des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) qualifiziert Eltern, damit sie andere Familien in Fragen der Medienerziehung kompetent begleiten und als Multiplikator*innen für sicheren, reflektierten Medienumgang aktiv werden.
Eltern sensibilisieren, Hilfestellung bieten
Ziel ist es, Ansprechpartner:innen innerhalb der Elternschaft zu befähigen, Hilfen und Handreichungen anzubieten. Der Rahmen kann individuell und situationsbedingt sein: Sprechstunden, Elternabende, Vorträge, gemeinsame Aktivitäten, Sensibilisierung in Bezug auf die Haftung der Eltern bei justiziablen Inhalten, die von ihren Kindern verbreitet oder konsumiert werden.
Kooperation von Schulen, Schulsozialarbeit und Eltern
Schule kann nur bedingt reglementieren, aber motivieren und durch eigene Angebote und die der Schulsozialarbeit unterstützend wirken. So soll auch das Angebot für Eltern als ergänzend zu bereits von den Schulen bereitgestellten Präventionsmaßnahmen gesehen werden. Da außerschulische Angebote erfahrungsgemäß nicht besonders gut angenommen werden, bietet sich hier der schulische Rahmen an.
Der Weg zu Eltern-Medienmentoren
Für das Ausbildungsprogramm der EMM werden mindestens zwölf Eltern gebraucht, damit es stattfinden kann. Daher die Intention, über mehrere Schulen hinweg einen gesicherten Start des Ausbildungsangebots zu erreichen. Inhalte sind dabei verschiedene Facetten der Medienkompetenz, die Gruppe kann im Voraus Schwerpunkte auswählen:
- Selbstdarstellung im Internet bzw. auf Social Media
- Umgang mit dem Smartphone
- Gewalt und Pornografie in den Medien
- digitale Spiele
- Videos und Streaming sowie
- rechtliche Aspekte, Daten- und Verbraucherschutz
- erstellen ein ersten Präsentation für Elternabende
Es werden vier Abendtermine unter der Woche mit jeweils etwa vier Stunden stattfinden, nach der Absolvierung wird den Teilnehmern ein Zertifikat „Eltern-Medienmentor:in“ ausgestellt. Anschließend können die EMM über Moodle auf Updates und Fortbildungsangebote zugreifen und haben dadurch die Chance, sich weiterzuentwickeln und „am Ball zu bleiben“. Die Moodle-Plattform ermöglicht es den EMMs auch, sich landesweit auszutauschen und Materialien zu teilen.
Die Arbeit der ausgebildeten EMM kann unterschiedlich angeboten werden:
- Aufklärungs- und Präventionsarbeit an Elternabenden
- Kontakte des LMZ für Vorträge von Dozenten zu den verschiedenen Themen der Medienkompetenz nutzen, wenn die Schule an das Programm angebunden ist
- Elterncafés und Workshops organisieren
- Sprechstunden anbieten
Termine
Die vier Termine für die Fortbildungen sind:
DO, 16.04.2026
MO, 20.04.2026
MO, 04.05.2026
MO, 11.05.2026